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Erfahrungswerte und Faustregeln bestimmen im Wesentlichen die Waldbewirtschaftung im Zusammenhang mit den Einflüssen von Wildtieren auf die Waldentwicklung in Europa. In diesem Projekt zielen wir darauf ab, ein gekoppeltes dynamisches Modell von Waldentwicklung und Herbivorendynamik zu entwickeln, das sowohl für Szenariorechnungen als auch in einem prädiktiven Modus verwendet werden kann, um die Planung der zukünftigen Wald- und Wildbewirtschaftung zu unterstützen. Die spezifischen Fragen, die in diesem Projekt untersucht werden, lauten wie folgt:
* Was ist der Effekt von Herbivorie durch grosse Säugetiere auf die Populationsdynamik der Naturverjüngung in ausgewählten Gebirgswäldern, und was sind die langfristigen Auswirkungen auf die forstlichen Ressourcen (Bestandesstruktur, Biomasse, Artenzusammensetzung, Biodiversität)?
* Können wir die heutige und zukünftige Habitat- und Nahrungswahl von Ungulaten in Gebirgsregionen vorhersagen?
* Wie können aus Felddaten zum Wald-Wild-Problem Prozessformulierungen, Parameterwerte und Inputfunktionen für ökologische Modelle hergeleitet werden, wie sie für die obigen beiden Teilaspekte benötigt werden?
Die Modellentwicklung wie auch die Kommunikation mit der Forstpraxis ist als iterativer Prozess angelegt, der über sog. Wissensplattformen stattfinden soll. Das Projekt ist Teil des grösseren, interdisziplinären Forschungsprogramms "Wald, Wild, Kulturlandschaft", das vom Eidg. Institut für Wald, Schnee und Landschaft (WSL) koordiniert wird.
Dieses Projekt ist ein Gemeinschaftsprojekt zwischen der Gebirgswaldökologie ETHZ und verschiedenen Wissenschaftlern an der WSL, einschliesslich Felix Kienast, Peter Brang, Rita Ghosh und Heike Lischke.
Kontakt: Ludger Wenzelides und Prof.Dr.Harald Bugmann.
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